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Immergrüne Schnupperplattlerprobe - Samstag, den 30. März 2019    

 


Wir laden alle interessierten Kinder, Jugendliche und Eltern zur „Schnupperplattlerprobe“ ein.

 Samstag, den 30. März 2019

Beginn 15:00 Uhr – Ende 16:30 Uhr

Trachtenheim Kolbermoor – Angerbauerstraße 4

In den Proben, wird den Kinder und Jugendliche spielend das Tanzen, Dirndldrehen und Schuhplattln beigebracht. Das erlernte Können wird bei den verschiedensten Auftritten aufgeführt. Natürlich kommt dabei die Gaudi beim Spielen, Basteln und auf Ausflügen nicht zu kurz.

Bei Interesse oder Fragen steht Euch unser 1. Jugendleiter Stefan Staudinger unter

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176/24386922 gerne zur Verfügung.

Für eine stärkende Verpflegung ist gesorgt, auch erhält jedes Kind ein kleines Geschenk.

 

                                                                                         Auf Euer kommen freut sich der Trachtenverein Immergrün Kolbermoor.

 

 

Für sieben Jahre Schluss mit dem Tanzen

 

Das Wetter zeigte sich traumhaft, der Platz vor dem Alten Rathaus in Kolbermoor war mit einem begeisterten Publikum gut gefüllt: ideale Bedingungen für den letzten Schäfflertanz in dieser Saison – zugleich der Schlusspunkt für die nächsten sieben Jahre.

Und natürlich schaute man in die Gesichter der Schäffler, ob dort vielleicht Wehmut zu sehen wäre angesichts der jetzt anstehenden langen Pause. Oder doch eher die Erleichterung, dass nach über 200 Auftritten jetzt wieder der Alltag einkehren wird.

Was man aber sah, war vor allem volle Konzentration: Die Choreografie eines Schäfflertanzes ist durchaus anspruchsvoll, vielleicht am ehesten mit einem klassisch-höfischen Menuett vergleichbar, denn der Tanz besteht im Grund aus sechs festgelegten Abschnitten, die sich fließend auseinander heraus entwickeln müssen. Dabei können sich die Tänzer nur selten alle gleichzeitig sehen, und dennoch muss die Schrittfolge, muss vor allem auch das Heben und Senken der Buchsbögen absolut synchron erfolgen, wenn das Ganze wirken soll. Da hilft Routine allein nicht weiter, weshalb die Kolbermoorer Schäffler auch während ihrer Abschlussaufführung nur eines waren: ganz und gar Tanz.

Und nach der Aufführung? Erleichterung oder Wehmut? Für Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo, der sich alle sieben Jahre in den Schäfflermeister und damit den Anführer der Truppe verwandelt, „hält sich beides in etwa die Waage“, wie er nach dem letzten Tanz sagte. Acht Wochen Aufführungen sind acht Wochen Ausnahmezustand. „Den hält man nicht ewig aus.“ Aber natürlich: „Sieben Jahre Pause sind eine lange Zeit, und da denkt man schon auch daran, was in diesen sieben Jahren in einem Leben alles passieren kann“, bekennt Kloo.

So fragen sich manche Tänzer wohl, ob sie beim nächsten Mal eventuell aus Gesundheitsgründen nicht mehr werden mitmachen können, während andere, die beim nächsten Mal neu dabei sein werden, jetzt sicher noch keinen Gedanken daran verschwenden: Mitmachen darf man in der Regel ab 18 Jahren, wer also beim nächsten Schäfflertanz als Debütant dabei ist, geht jetzt gerade in die sechste Klasse. Beim nächsten Tanz im Jahr 2026 wird er dann bereits die Berufsausbildung oder das Abitur hinter sich und den Führerschein in der Tasche haben.

Andererseits haben die Schäffler auch wieder nicht zu viel Zeit, um in ein tiefes Loch zu fallen, sie alle sind ja Teil des Trachtenvereins Immergrün. Da steht nächste Woche schon die Jahreshauptversammlung an, Ende März kommt die Schuhplattlerprobe. Der Trachtenverein hat übrigens seine Wurzeln im „Dramatischen Club Immergrün“, der 1893, also sechs Jahre nach der ersten Schäffleraufführung, gegründet wurde. Sein ursprünglicher Hauptzweck: die schäfflertanzfreie Zeit mit Theaterstücken zu überbrücken. Schuhplatteln und Volkstänze gehörten nach und nach ebenfalls dazu. Seit den 1950er-Jahren, als das Theaterspielen langsam einschlief, ist die Pflege von Tracht- und Brauchtum das Hauptanliegen des Vereins.

Bleibt natürlich in dem Zusammenhang die Frage, woher der siebenjährige Rhythmus des Schäfflertanzes kommt? Wissen tut es keiner so ganz genau. Manche Erklärungen machen es an der Zahl der Fassreifen fest, andere legen die Tatsache zugrunde, dass die Sieben immer schon als eine Glückszahl galt. Möglicherweise ist der Grund aber einfacher: Der siebenjährige Rhythmus ist in München seit 1760 nachweisbar und zu dieser Zeit gab es noch zahlreiche Veranstaltungen auch anderer Handwerkerzünfte. Vielleicht war der Abstand einfach das Bemühen, nicht alles gleichzeitig stattfinden zu lassen, sondern zu entzerren.

Ein gewisses Ordnungsdenken steht auf jeden Fall hinter der Kolbermoorer Tradition. Hier hatte 1885 ein „Zuagroaster“ aus München, Gemeindeschreiber Bohl, die Idee des Schäfflertanzes.

Die erforderliche Genehmigung durch Prinzregent Luitpold bekam wegen seines Hinweises, dass dadurch der Brauch des Haberfeldtreibens, der zunehmend aus dem Ruder zu laufen begann, eingedämmt, wenn nicht gar ersetzt werden könnte. Und einen größeren Gegensatz zwischen dem anarchischen Haberfeldtreiben und dem streng durchchoreografierten Tanz der Schäffler kann man sich in der Tat kaum vorstellen.

 

 

Aus dem Tritt:„Strafmass“ fällig

Was nicht heißen soll, dass nicht auch die Kolbermoorer Schäffler zu feiern wüssten. Nach dem letzten Tanz steht traditionsgemäß ein gemeinsamer Umtrunk an, der für manche auch dieses Mal erst am frühen Montagmorgen endete.

Und dann gibt es ja auch noch den Brauch der „Strafmassen“: Wann immer ein Schäffler beim Tanzen aus dem Tritt kommt oder nicht korrekt gekleidet ist, wird eine „Strafmass“ fällig, deren Zahl sich bei über 200 Auftritten, man kann sich das denken, durchaus zusammenläppert.

Die werden in den folgenden Monaten und Jahren eine nach der anderen „abgearbeitet“ – jeweils eine Gelegenheit, in der sich das normale Mitglied des Trachtenvereins „Immergrün“ noch einmal kurz in einen Schäffler zurückverwandeln kann.

 
 

 

 

 

 

Kinder/Jugendgruppe

 

Unsere Kinder- und Jugendgruppe ist erfreulicherweise stark angewachsen.
Deshalb wird die Gruppe bei den Proben aufgeteilt.

Ab jetzt gelten folgende Anfangszeiten:

Kinder bis einschließlich Jahrgang 2008:  
18:00 – 18:45 Uhr.

Kinder bis von Jahrgang 2007
18:00 – 19:45 Uhr

Jugend von Jahrgang 2006 bis 2003
18:45 - 19:45 Uhr

Jungaktive von Jahrgang 2003 bis 2002
18:45 - 21:00 Uhr

Aktive  ab Jahrgang 2001:
20:00 - 21:00 Uhr

Mitglied werden

    • Aktives Mitglied

      Ein so genanntes aktives Mitglied ist im Besitz einer kompletten Tracht und nimmt an dessen Veransta…










    • Passives Mitglied

      Im Verein gibt es viele so genannte passive Mitglieder. Sie unterstützen den Verein in erster Linie…



Vereinsheim

 

 
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